
Rund 40 km südlich von Hamburg, im Norden der Urlaubsregion Lüneburger Heide, liegt der 1.130 qkm große Naturpark Lüneburger Heide. Mittendrin: das große Naturschutzgebiet mit seinen mit 230 qkm größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas rund um den Wilseder Berg (169 m), der höchsten Erhebung der Lüneburger Heide. Die allgemein bekannte Erika (Erika tetralix), auch bekannt als Moor- oder Glockenheide, kommt dabei übrigens seltener vor und blüht meistens schon ab Ende Juli. Weiter verbreitet ist die gemeine Besenheide (Calluna vulgaris), die ab Anfang August bis weit in den September hinein blüht.
Heide erleben
Nur zwei Zufahrtstraßen führen durch dieses Gebiet, durch typische Heide-Dörfer mit ihren überwiegend mit Reet gedeckten Fachwerkhäusern und von hohen, alten Bäumen umstandenen Hofanlagen. Ein großer Teil ist sogar völlig autofrei. Selbst den Ort Wilsede kann man nicht mit dem Auto erreichen. Von den Parkplätzen geht es zu Fuß, per (Leih-)Fahrrad oder mit der Kutsche weiter in die herrliche Landschaft, die einen wichtigen Beitrag für den Biotop- und Artenschutz leistet. Hier gibt es sogar noch Birkhühner, und bedrohte Vogelarten wie z. B. Heidelerche, Schwarzkehlchen, Neuntöter, Raubwürger und Nachtschwalbe sind zu sehen bzw. zu hören. Auch selten gewordene Pflanzenarten wie Moorlilie, Lungenenzian und Heidenelke gedeihen hier prächtig.
Heide pflegen
Um diese Landschaft zu erhalten, werden unterschiedliche Methoden eingesetzt. Die bekannteste und beliebteste besteht aus Heidschnucken. Sechs große Herden gibt es im Bereich des Naturparks. Sie ziehen noch zusammen mit dem Schäfer und seinen Hunden durch die schöne Landschaft. Nur im Winter kommen sie in den Stall. Die Tiere halten den Wuchs kurz und verdichten den sandigen Boden mit ihren Hufen. Das genügt aber nicht. Im Winter wird die Heide auch maschinell und durch kontrolliertes Abbrennen gepflegt.







